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Evangelium Tag für Tag

EVANGELIUM TAG FÜR TAG

«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68


Mittwoch, 06 August 2008

Mittwoch der 18. Woche im Jahreskreis


Heute feiert die Kirche : Fest Verklärung des Herrn
Zum Kommentar des heutigen Evangeliums :
Hl. Johannes von Damaskus : „Da erschienen vor ihren Augen Mose und Elija und redeten mit Jesus«


Evangelium nach Matthäus 17,1-9.

Sechs Tage danach nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht. Da erschienen plötzlich vor ihren Augen Mose und Elija und redeten mit Jesus. Und Petrus sagte zu ihm: Herr, es ist gut, daß wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Noch während er redete, warf eine leuchtende Wolke ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören. Als die Jünger das hörten, bekamen sie große Angst und warfen sich mit dem Gesicht zu Boden. Da trat Jesus zu ihnen, faßte sie an und sagte: Steht auf, habt keine Angst! Und als sie aufblickten, sahen sie nur noch Jesus. Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemand von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar des heutigen Evangeliums :

Hl. Johannes von Damaskus (um 675-749), Mönch, Theologe, Kirchenlehrer
Predigt über die Verklärung des Herrn, 16-18 ; PG 96, 572

„Da erschienen vor ihren Augen Mose und Elija und redeten mit Jesus«

       „Eine leuchtende Wolke warf ihren Schatten auf sie«, und die Jünger ergriff große Furcht, als sie Jesus, den Retter, zusammen mit Mose und Elija in der Wolke sahen. Einstmals ging Mose, als er Gott sah, in die göttliche Wolke hinein (Ex 24,18) und gab damit zu verstehen, dass das Gesetz ein Schatten war. Höre, was Paulus dazu sagt: „Denn das Gesetz enthält nur einen Schatten der künftigen Güter, nicht die Gestalt der Dinge selbst«(Hebr 10,1).

      Israel konnte damals „das Gesicht des Mose nicht anschauen, weil es eine Herrlichkeit ausstrahlte, die doch vergänglich war« (2 Kor 3,7). Aber „wir spiegeln mit enthülltem Antlitz die Herrlichkeit des Herrn wider und werden so in sein eigenes Bild verwandelt, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, durch den Geist des Herrn« (V. 18). Deshalb war die Wolke, die ihren Schatten auf die Jünger warf, nicht voller Finsternis, sondern voller Licht. In der Tat „wurde jenes Geheimnis, das seit ewigen Zeiten und Generationen verborgen war, enthüllt« (Kol 1,26) und die fortwährende und ewige Herrlichkeit offenbart. Daher versinnbildlichen Mose und Elija an der Seit des Erlösers das Gesetz und die Propheten. Derjenige, den das Gesetz und die Propheten ankündigen, ist wirklich Jesus, der Spender des Lebens.

      Mose versinnbildlicht alle Heiligen, die ehedem entschlafen sind (Dt 34,5), und Elias alle, die leben (2 Kön 2,11); denn der verklärte Jesus ist der Herr der Lebenden und der Toten. Und schließlich ist Mose doch im Verheißenen Land, weil Jesus ihn dorthin führt. Seinerzeit hatte Mose das versprochene Erbe nur von ferne gesehen (Dt 34,4); jetzt sieht er es in aller Deutlichkeit.






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Heute feiert die Kirche : Zum Kommentar des heutigen Evangeliums :Hl. Johannes von Damaskus : : Hl. Johannes von Damaskus (um 675-749), Mönch, Theologe, Kirchenlehrer Predigt über die Verklärung des Herrn, 16-18 ; PG 96, 572        „Eine leuchtende Wolke warf ihren Schatten auf sie«, und die Jünger ergriff große Furcht, als sie Jesus, den Retter, zusammen mit Mose und Elija in der Wolke sahen. Einstmals ging Mose, als er Gott sah, in die göttliche Wolke hinein (Ex 24,18) und gab damit zu verstehen, dass das Gesetz ein Schatten war. Höre, was Paulus dazu sagt: „Denn das Gesetz enthält nur einen Schatten der künftigen Güter, nicht die Gestalt der Dinge selbst«(Hebr 10,1).       Israel konnte damals „das Gesicht des Mose nicht anschauen, weil es eine Herrlichkeit ausstrahlte, die doch vergänglich war« (2 Kor 3,7). Aber „wir spiegeln mit enthülltem Antlitz die Herrlichkeit des Herrn wider und werden so in sein eigenes Bild verwandelt, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, durch den Geist des Herrn« (V. 18). Deshalb war die Wolke, die ihren Schatten auf die Jünger warf, nicht voller Finsternis, sondern voller Licht. In der Tat „wurde jenes Geheimnis, das seit ewigen Zeiten und Generationen verborgen war, enthüllt« (Kol 1,26) und die fortwährende und ewige Herrlichkeit offenbart. Daher versinnbildlichen Mose und Elija an der Seit des Erlösers das Gesetz und die Propheten. Derjenige, den das Gesetz und die Propheten ankündigen, ist wirklich Jesus, der Spender des Lebens.      Mose versinnbildlicht alle Heiligen, die ehedem entschlafen sind (Dt 34,5), und Elias alle, die leben (2 Kön 2,11); denn der verklärte Jesus ist der Herr der Lebenden und der Toten. Und schließlich ist Mose doch im Verheißenen Land, weil Jesus ihn dorthin führt. Seinerzeit hatte Mose das versprochene Erbe nur von ferne gesehen (Dt 34,4); jetzt sieht er es in aller Deutlichkeit. --------------------------------------- «Evangelium Tag für Tag» wird von ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut und finanziert sich ausschließlich durch die Spenden der Abonnenten.

 

 
6.8.08 01:03
 


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