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Frohbotschaft

EVANGELIUM TAG FÜR TAG

«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68


Sonntag, 17 Februar 2008

2. Fastensonntag


Heute feiert die Kirche : 2. Sonntag der Fastenzeit
Tagesheilige : Die Heiligen Gründer des Servitenordens

Zum Kommentar des heutigen Evangeliums :
Hl. Leo der Große : „Dies ist mein geliebter Sohn… Auf ihn sollt ihr hören.“


Evangelium nach Matthäus 17,1-9.

Sechs Tage danach nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht. Da erschienen plötzlich vor ihren Augen Mose und Elija und redeten mit Jesus. Und Petrus sagte zu ihm: Herr, es ist gut, daß wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Noch während er redete, warf eine leuchtende Wolke ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören. Als die Jünger das hörten, bekamen sie große Angst und warfen sich mit dem Gesicht zu Boden. Da trat Jesus zu ihnen, faßte sie an und sagte: Steht auf, habt keine Angst! Und als sie aufblickten, sahen sie nur noch Jesus. Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemand von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar des heutigen Evangeliums :

Hl. Leo der Große (?-um 461), Röm. Papst und Kirchenlehrer
51. Predigt

„Dies ist mein geliebter Sohn… Auf ihn sollt ihr hören.“

Die Apostel, die in ihrem Glauben gestärkt werden sollten, empfingen im Wunder der Verklärung eine Belehrung, die sie in geeigneter Weise in die Erkenntnis aller Dinge einführen konnte. Denn Mose und Elias, das heißt das Gesetz und die Propheten, sind erschienen und redeten mit dem Herrn… Wie der hl. Johannes sagt: „Das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus.“ (Joh 1,17).
Der Apostel Petrus war gleichsam in Verzückung geraten durch das Verlangen nach den ewigen Gütern. Von Freude erfüllt durch eine solche Vision, wünschte er sich, mit Jesus zusammen an einem Ort zu wohnen, wo ihn seine derart geoffenbarte Herrlichkeit so froh werden ließ. Er sagte also: „Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, will ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elias.“ Doch der Herr hat auf diesen Vorschlag nicht geantwortet. Sicherlich wollte er dadurch nicht zeigen, dass dieses Verlangen schlecht war, sondern dass es hier nicht hingehörte. Denn die Welt konnte gerettet werden einzig durch den Tod Christi, und das Beispiel des Herrn ermunterte den Glauben der Gläubigen dazu, zu verstehen, dass wir, ohne dass es uns erlaubt ist, an der versprochenen Seligkeit zu zweifeln, dennoch inmitten der Versuchungen dieses Lebens eher um Geduld denn um Ehre bitten sollten, denn die Glückseligkeit des Himmelreichs kann unmöglich der Zeit des Leidens vorausgehen.
Deshalb hat sie, als er noch sprach, eine Lichtwolke eingehüllt. Und aus der Wolke erscholl eine Stimme, die sprach: „ Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe. Auf ihn sollt ihr hören.“… „Das ist mein Sohn, durch den alles geworden ist und ohne den nichts wurde.“ (vgl. Joh 1,3). Alles, was ich tue, das tut auch er; was ich wirke, das wirkt auch er zusammen mit mir, unterschiedslos (vgl. Joh 5,17-19)… Das ist mein Sohn, der nicht an dieser Gleichheit festhielt, die Er mit mir teilte, nicht Sein Recht einforderte, sondern, obgleich Er meiner göttlichen Herrlichkeit teilhaftig blieb, sich erniedrigt hat bis zur Knechtsgestalt (vgl. Phil 2,6 f.), um unseren gemeinsamen Plan der Erneuerung des Menschengeschlechts ins Werk zu setzen. Hört auf Ihn also ohne zu zögern, Der meine ganze Gunst besitzt, Dessen Lehre mich bezeugt, Dessen Demut mich verherrlicht, denn Er ist die Wahrheit und das Leben (Joh 14,6). Er ist meine Kraft und meine Weisheit (vgl. 1Kor 1,24). Hört auf Ihn, Der die Welt durch Sein Blut freikauft…, Der den Weg des Himmels öffnet durch die Schmach Seines Kreuzes.






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19.2.08 01:48
 


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