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Frohbotschaft des Tages

EVANGELIUM TAG FÜR TAG

«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68


Sonntag, 24 Februar 2008

3. Fastensonntag


Heute feiert die Kirche : 3. Sonntag der Fastenszeit - Fest des Hl. Matthias, Apostel
Tagesheilige : Hl. Matthias,   Hl. Ida

Zum Kommentar des heutigen Evangeliums :
Selige Teresa von Kalkutta : «Gib mir zu trinken»


Evangelium nach Johannes 4,5-42.

So kam er zu einem Ort in Samarien, der Sychar hieß und nahe bei dem Grundstück lag, das Jakob seinem Sohn Josef vermacht hatte. Dort befand sich der Jakobsbrunnen. Jesus war müde von der Reise und setzte sich daher an den Brunnen; es war um die sechste Stunde. Da kam eine samaritische Frau, um Wasser zu schöpfen. Jesus sagte zu ihr: Gib mir zu trinken! Seine Jünger waren nämlich in den Ort gegangen, um etwas zum Essen zu kaufen. Die samaritische Frau sagte zu ihm: Wie kannst du als Jude mich, eine Samariterin, um Wasser bitten? Die Juden verkehren nämlich nicht mit den Samaritern. Jesus antwortete ihr: Wenn du wüßtest, worin die Gabe Gottes besteht und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, dann hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben. Sie sagte zu ihm: Herr, du hast kein Schöpfgefäß, und der Brunnen ist tief; woher hast du also das lebendige Wasser? Bist du etwa größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat, wie seine Söhne und seine Herden? Jesus antwortete ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt. Da sagte die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe und nicht mehr hierher kommen muß, um Wasser zu schöpfen. Er sagte zu ihr: Geh, ruf deinen Mann, und komm wieder her! Die Frau antwortete: Ich habe keinen Mann. Jesus sagte zu ihr: Du hast richtig gesagt: Ich habe keinen Mann. Denn fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Damit hast du die Wahrheit gesagt. Die Frau sagte zu ihm: Herr, ich sehe, daß du ein Prophet bist. Unsere Väter haben auf diesem Berg Gott angebetet; ihr aber sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muß. Jesus sprach zu ihr: Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden. Aber die Stunde kommt, und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden. Gott ist Geist, und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten. Die Frau sagte zu ihm: Ich weiß, daß der Messias kommt, das ist: der Gesalbte (Christus). Wenn er kommt, wird er uns alles verkünden. Da sagte Jesus zu ihr: Ich bin es, ich, der mit dir spricht. Inzwischen waren seine Jünger zurückgekommen. Sie wunderten sich, daß er mit einer Frau sprach, aber keiner sagte: Was willst du?, oder: Was redest du mit ihr? Da ließ die Frau ihren Wasserkrug stehen, eilte in den Ort und sagte zu den Leuten: Kommt her, seht, da ist ein Mann, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe: Ist er vielleicht der Messias? Da liefen sie hinaus aus dem Ort und gingen zu Jesus. Währenddessen drängten ihn seine Jünger: Rabbi, iß! Er aber sagte zu ihnen: Ich lebe von einer Speise, die ihr nicht kennt. Da sagten die Jünger zueinander: Hat ihm jemand etwas zu essen gebracht? Jesus sprach zu ihnen: Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat, und sein Werk zu Ende zu führen. Sagt ihr nicht: Noch vier Monate dauert es bis zur Ernte? Ich aber sage euch: Blickt umher und seht, daß die Felder weiß sind, reif zur Ernte. Schon empfängt der Schnitter seinen Lohn und sammelt Frucht für das ewige Leben, so daß sich der Sämann und der Schnitter gemeinsam freuen. Denn hier hat das Sprichwort recht: Einer sät, und ein anderer erntet. Ich habe euch gesandt, zu ernten, wofür ihr nicht gearbeitet habt; andere haben gearbeitet, und ihr erntet die Frucht ihrer Arbeit. Viele Samariter aus jenem Ort kamen zum Glauben an Jesus auf das Wort der Frau hin, die bezeugt hatte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe. Als die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben; und er blieb dort zwei Tage. Und noch viel mehr Leute kamen zum Glauben an ihn aufgrund seiner eigenen Worte. Und zu der Frau sagten sie: Nicht mehr aufgrund deiner Aussage glauben wir, sondern weil wir ihn selbst gehört haben und nun wissen: Er ist wirklich der Retter der Welt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar des heutigen Evangeliums :

Selige Teresa von Kalkutta (1910-1997), Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe
Brief an ihre ganze Gemeinschaft, genannt « Geistliches Vermächtnis »

«Gib mir zu trinken»

      Die Worte Jesu “Mich dürstet” an der Wand jeder unserer Kapellen sind nicht nur Vergangenheit, sondern lebendig, hier und jetzt, zu euch gesprochen. Glaubt ihr das? Wenn ja, dann werdet ihr sie hören, werdet ihr seine Gegenwart spüren. Lasst sie für jede von euch so vertraut werden wie mir; das wäre die größte Freude, die ihr mir machen könntet. Ich will versuchen, euch zu helfen, diese Worte zu verstehen, aber Jesus selbst ist es, der allein euch sagen kann „Mich dürstet“. Hört ihn euren eigenen Namen nennen. Und nicht nur einmal. Jeden Tag. Wenn ihr mit eurem Herzen hört, werdet ihr ihn hören und verstehen.

      Warum sagt Jesus “Mich dürstet”? Was bedeutet das? Es ist sehr schwer, es mit Worten zu erklären… Wenn ihr euch an irgend etwas aus diesem Brief erinnert, dann an dies: „Mich dürstet“ ist etwas noch viel Tieferes, als wenn Jesus nur sagt „Ich liebe dich.“ Solange ihr noch nicht tief im Inneren spürt, dass Jesus nach euch dürstet, könnt ihr nicht verstehen, wer er für euch sein möchte. Oder wie er wünscht, dass ihr für ihn seid. Das Herz und die Seele einer Missionarin der Nächstenliebe ist einzig dies: Der Durst des Herzens Jesu, verborgen in den Armen. Das ist die einzige Quelle von allem, was unser Leben ausmacht. Dies gibt uns unser Ziel… und den Geist unserer Gemeinschaft. Den Durst des lebendigen Jesus in unserer Mitte zu stillen, das ist der einzige Grund für das Bestehen unserer Gemeinschaft. Können wir das alle von uns selbst sagen, dass das unser einziger Grund ist zu leben?






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